Sandra Büche

Kurzinfo:

 

Trainer-B

EWU/DSB

 

1984-1997: Freizeitreiter mit Ambitionen und viel Lehrgeld

1997: Wechsel ins "Westernreitlager"

2002: Beginn mit Unterrichtserteilung

2004: Trainerassistent EWU

2005: Bronz. Reitabzeichen / Beginn als hauptberuflicher Trainer auf einer Westernreitanlage

2007: Trainer C mit DSB-Lizenz. Erste Turnierstarts

2008: Mehr Turnierstarts :-) / Ringstewardausbildung / Durchführung von APO-Lehrgängen und Kursen

2009: Aufstieg LK2 / Trainer B-Lizenz in Vorbereitung / selbständig im Bereich Unterricht und Ausbildung

2010: Die eigene Weiter- und Fortbildung stand in diesem Jahr ganz oben. Hier nur ein paar Stichpunkte:

Trainer B-Lizens / Jungpferdeaus- und Weiterbildung u.a. mit  Marcus del Vecchio / Ute Holm / Frauke Marquardt / Tierkommunikation mit Karin Schwarzer. Unser "17´up Stables" - Pensions- und Trainingsbetrieb bescherte zudem noch jede Menge "Überraschungen" und sorgt stetig für neue Herrausforderungen und viellllll Arbeit :-)

2011: we will see - wir freuen uns schon!

 

 

Die eigene Aus- und Weiterbildung ist für mich unerlässlich. Daher besuche ich so oft wie möglich Lehrgänge und Seminare, und trainiere bei den unterschiedlichsten Trainern in allen Disziplinen. Denn, man lernt nie aus ... :-)

 

 

 

 

 

Langinfo:

... schon als Kind fing ich auf Nachbars Pony anno dazumal an ...... blabla.

 

Wir überspringen hier mal die Vorgeschichten und kommen zum Wesentlichen.  Nach der Geburt meines zweiten Sohnes, bekam ich 1996 -endlich- mein erstes eigenes Pferd, das mich wieder zurück in die Reitszene brachte. Mit sicherem Gespür (für Schwierigkeiten) und einer großen Portion an maßloser Selbstüberschätzung gepaart mit einer minimalen Todessehnsucht (wie sich herausstellte :) - wählte ich den damals 6-jährigen Vollblut-Galopper "Orcus" als neuen Weggefährten. Allen Warnungen und Unkenrufen zum Trotz, holte ich den "niedlichen Kleinen" - nach aktiver 4-jähriger Rennbahn-Karriere - direkt von der selbigen ab. Nun, was soll ich erzählen, herzlichen Glückwunsch - wir waren immer schnell unterwegs und stets bemüht die zu Beginn noch mit reitenden Kollegen nicht all zu sehr an den Rand eines Nervenzusammenbruches oder ähnlichem zu bringen!

 

Harmonie, Feeling und Entspannung - Ha!

Feeling ja - immer wieder dann wenn er mich pfeilgerade in den Sand setzte oder Polizei und Feuerwehr uns aus der Innenstadt befreiten.

 

Kurz und gut - nach einem Jahr Kampf, Knochenbrüchen und viel Ärger mit dem Stallbesitzer, war ich soweit das Handtuch zu werfen. Da traf ich auf einen Westerntrainer, vielmehr ich landete mal wieder direkt vor ihm im Sand. Der "arme Kerl" war am Stall um ein Jungpferd anzureiten und hatte das Vergnügen Orcus und mich bei unseren täglichen "Turn-, Lauf- und Flugübungen" zu beobachten. Vom Westernreiten wusste ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch gar nichts, außer - "die sind alle etwas komisch, hängen auf ihren Pferden rum und "heizen" wie bescheuert durchs Gelände". Anwesende blonde Frauen mit durchgeknallten Vollblütern natürlich ausgenommen, denn die können ja nichts fürs Rasen ;-).

 

Der Trainer: Marcus del Vecchio, zufällig Cotrainer von J.C. Dysli (ha, man muss auch mal Glück haben im Leben), - hatte also Erbarmen und begann mit "uns" zu arbeiten. Uns, das heißt auch und vorallem mit mir ;-) Ich war zu diesem Zeitpunkt - etwas gestresst (sehr vorsichtig ausgedrückt, hihi). Meine Arbeit in der eigenen Firma (Werbung und Druckvorstufe) mit zahlreichen Mitarbeitern und zwei kleinen Kinder, trug natürlich massgeblich dazu bei, dass ich nicht "gerade geduldig und entspannt" war ;-). Darüberhinaus kam auch noch mein "etwas starkes" Temperament gelegentlich zum Ausbruch (kleiner Scherz, wa?), sodass Marcus voll beschäftigt war, zum einen mich in Bodennähe zu halten und zum anderen meinen "Kleinen Schatz" zur Mitarbeit zu motivieren.

 

In diesem Zusammenhang, hörte ich auch zum erstmal die "Sache" mit dem: das Pferd ist dein Spiegel! Es hat jedoch noch lange gedauert, bis ich wirklich verstanden hatte, was Marcus mir da die ganze Zeit schon sagte ;-). Fasziniert und auch oftmals ungläubig (und ein wenig eifersüchtig), beobachtet ich das tägliche Training von ihm mit Orcus und sehr schnell war für mich klar: Das ist es! Das ist der Weg, den ich gehen möchte.

 

Mein "etwas" hysterischer Wallach entwickelte sich von Tag zu Tag zu einem ruhigen und auch vertrauensvollen Partner. Mit viel Bodenarbeit und ohne jegliche Härte oder Gewalt, hatten wir eine riesige Menge an Kommunikationsschwierigkeiten, Rangordnungdiskrepanzen und ähnliches geklärt und konnten in den darauffolgenden Wochen schon glücklich und "entspannt" am langen Zügel durch die Bahn reiten.

 

Orcus wurde schließlich zu meinem besten Lehrmeister (nicht ich zu Seinem :-) - dank ihm lernte ich, dass Führer und führen zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Das Wichtigste jedoch was ich von ihm lernte war, etwas demütiger zu werden, zuhören zu können und aus der Ruhe heraus meine Ziele zu definieren um sie dann auch zu verwirklichen.

 

Ich hatte weiterhin das Glück, dass ich noch ein ganzes Jahr mit Marcus zusammen arbeiten konnte und ihn auch so oft es ging begleiten durfte, zu den sog. Problempferden oder bei der Ausbildung von Jungpferden. Nach dieser Zeit ging er endgültig nach Spanien zu J.C. Dysli. Er lebt noch heute dort - mittlerweile auf seiner eigenen Ranch und unser Kontakt ist bis jetzt erhalten geblieben. Liebe Grüße :-) P.S. Natürlich habe ich ihn auch schon für das kommende Jahr zu uns eingeladen, um den einen und anderen Kurs bei uns abzuhalten. (Kursbilder vom letzten Kurs findet Ihr in der Galerie)

 

Da ich nun schon mitten drin war im Mythos Westernreiten, fing ich verstärkt an, mich weiterzubilden. Zusätzlich ritt ich die Pferde von Freunden und fing an zu unterrichten. Auch Orcus wurde weiter ausgebildet. 2002 brachten wir dann nochmal die "Quarters" ins Schwitzen: bei einem Quartermile-Rennen - na, da kamen doch direkt alte Erinnerung :-) nur diesmal konnten wir nach dem Zieleinlauf auch tatsächlich anhalten und uns die Mitstreiter angucken - war ein toller Moment. Danach versuchten wir uns noch im Teampenning (Orcus war Kühen gegenüber etwas übersensibel) und ich dachte dass wäre ne tolle Idee. Es war auch sehr lustig (für die anderen) und wir hätten auch wirklich gerne weiter gemacht, wenn nur die Rinder nicht da gewesen wären ...  2004 folgte dann mit ihm der Trainerassistent bei Marina Perner usw. (siehe Kurzfassung)

 

Seit nunmehr fast 15 Jahren bin ich nun im Bereich Westernreiten unterwegs und täglich lerne ich dazu. Was ich aber sicher weiß ist: es gibt tatsächlich keine lila Wiesen und auch keine Wendy-Pferdchen, dafür täglich kleine Überraschungen, neue Erkenntnisse und eine Menge netter Leute mit interessanten Geschichten und tollen Pferden.

 

Daher möchte ich den Moment nutzen und mich bei all denen bedanken, die mich unterstützt und gefördert, mich ermutigt und getröstet haben und vor allem diejenigen, die es möglich gemacht haben, dass ich diesen Beruf wählen durfte. Im Besonderen bei den Pferden, die mich in meiner täglichen Arbeit immer ein Stück weiterbringen, bei meiner Familie - ganz speziell bei meinen Söhnen und meiner Mama - Danke !

 

Nachtrag: ... natürlich auch bei meiner lieben Schwester Anja, im fernen TEXAS USA - die mir trotz der riesigen Entfernung, in jeder Situation, beratend zur Seite steht und mir die Tür ins "Cowboyland" weit aufgemacht hat ;-) loveyou